|
Ein neues Projekt der Nichtraucherwerkstatt: Gastbeitrag von Holger Schulz; Dipl.- Sozialarbeiter „Die Qual mit dem Qualmen“ Rauchen als Streitthema in Familien Das Konfliktthema Rauchen führt nicht selten zu Streit in Partnerschaft und Familie. Diesem Thema will sich die Nichtraucherwerkstatt Münster nun annehmen. Mit diversen Vorträgen spricht sie gezielt Angehörige von Rauchern an sowie auch Raucher, die noch gar nicht ans Aufhören denken. Der erste Vortrag fand am Mittwoch, 29. Juli, um 18 Uhr statt. Nächster Termin Freitag 11.09.09, um 18:00 Uhr. Unter dem Titel "Die Qual mit dem Qualmen“ geht es um das Rauchen als unterschwelliges Streitthema in der Familie. Das Rauchen eines Familienmitgliedes führt nicht selten zu Auseinandersetzungen – zumeist mit dem eigenen Partner. Die nichtrauchenden Familienmitglieder haben oft wenig Verständnis für den offensichtlich fahrlässigen Umgang mit der eigenen Gesundheit und fordern Erklärungen oder gar einen baldigen Rauchstopp. Die Betroffenen haben häufig ein schlechtes Gewissen und reagieren unwirsch auf Kritik und 'Bevormundung'. Sie wissen selbst, dass es keine befriedigende Antwort gibt. Sie fürchten aber den endgültigen Verzicht - wie sollte man das Nichtrauchern erklären? Das Thema wird meistens wieder verdrängt, es schwelt aber oft – zusammen mit den Sorgen der Angehörigen und dem schlechten Gewissen der Raucher – im Untergrund weiter. Wirklich zufrieden ist mit der Situation niemand der Beteiligten – eine konstruktive Verständigung erscheint aber kaum möglich. Die Nichtraucherwerkstatt hat sich nun zum Ziel gesetzt, das Gespräch zwischen beiden Parteien durch sachliche Information wieder in Gang zu bringen. Mit ihrem Vortrag spricht sie beide Seiten gleichermaßen an. Es wird anschaulich dargestellt, warum der Rauchstopp tatsächlich eine größere Herausforderung darstellt als dies Nichtraucher – und oft sogar die Raucher selbst - für möglich halten. Dies bewirkt zunächst einmal mehr Verständnis bei den Angehörigen und Erleichterung für die betroffenen Raucher. Es entsteht auf beiden Seiten mehr Offenheit und Neugier. Zugleich stellt der Vortrag Lösungsperspektiven vor, über die Parteien nun gelassener nachdenken und ins Gespräch kommen können.
|